Green Building Teil 2: Gestaltungsfelder nachhaltiger & zukunftsfähiger Gebäude

Green Buildings beziehen sich nicht allein auf energieeffiziente Gebäude, sondern beinhalten auch soziokulturelle oder technische Aspekte. Viele Konzepte wie beispielsweise das Null-Energie-Haus oder das Energie-Plus-Gebäude sind eher im Wohnungsbau und seltener bei Büro- und Gewerbeimmobilien anzutreffen. Wobei die Nachfrage nach nachhaltigen Gebäuden bei Unternehmen laut einer Studie des Fraunhofer IAO ansteigt. Demnach geben 70 % der befragten Unternehmen an, dass sie die ökologische Nachhaltigkeit bei Bezug oder Modernisierung von Bürogebäuden als „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“ einschätzen.

Zur Bewertung der Nachhaltigkeit einer Immobilie wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl an Zertifizierungssystemen für Gebäude entwickelt. Die drei bedeutendsten Zertifizierungssysteme für den deutschen Markt, stellen BREEAM, LEED und DGNB dar. DieZertifizierungssysteme sollen eine transparente Orientierung für potenzielle Mieter, Eigennutzer und Investoren schaffen, um den Grad der Nachhaltigkeit des Gebäudes zu messen. Green Building Komponenten werden sowohl bei der Erstellungs- bzw. Sanierungsphase, als auch bei der Nutzung oder am Ende des Immobilienlebenszyklus beim Rückbau verfolgt. Zu letzterem lässt sich beispielsweise das sogenannte Cradle to Cradle Prinzip aufführen, dass sich an den Themen der Circular Economy orientiert. Es sollen Gebäude entstehen, die Energie produzieren, dem Klimawandel entgegensteuern und nach Ablauf des Immobilien-Lebenszyklus den technischen und biologischen Kreisläufen wieder zugeführt werden können. Durch die Adaption von kreislauffähigen Prinzipien wird die Resistenz der Gebäude gefördert, die Rohstoffnutzung reduziert und Emissionen gesenkt.

Neben Aspekten der Gebäudegestaltung zählen auch integrierte Mobilitätslösungen zu Green Buildings. Diese können beispielsweise die Anfahrten der Arbeitnehmer, Wege zu Meetings oder auch die Integration von Mobilitäts-Hubs beinhalten. Letztere sind intelligente Bündelungen von nachhaltigen Mobilitätsservices, die die Möglichkeit bieten, die Lösungen auf Quartiersebene auszudehnen und beispielsweise das Buchen von Pedelecs, E-Autos etc. mit integrierter App zu ermöglichen.

In unserem nächsten Beitrag blicken wir hinter die Fassade des Green Office und befassen uns mit den Möglichkeiten der „Green IT“.

ein Beitrag von Svenja Friedrichs

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